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DWSV-Vorsitzender Dr. Roland Fleck mahnt: „Infrastruktur muss
stimmen!“
Auf der
Suche nach Ruhe in der Betriebsamkeit unserer hektischen Zeit, hat der Reisende
von heute die Schifffahrt wieder entdeckt. Die Beschaulichkeit einer Flussreise
– sei es als Tagesausflug oder mehrtägige Flusskreuzfahrt – tut der gestressten
Seele gut. Durch die Langsamkeit der Reise werden die vorbei gleitenden
Eindrücke intensiver wahrgenommen.
Während die Übernachtungszahlen im Deutschlandtourismus sonst eher
stagnieren, oder sogar zurückgehen, boomt der Bereich der Flusskreuzfahrten.
Durch seine zentrale Lage am Main-Donau-Kanal profitiert Nürnberg davon ganz
besonders.
Stefan Hoffmann, Inhaber der Agentur „Nürnberg Incoming“ schätzt,
dass auf diese Weise allein jährlich um die 30.000 – 35.000 Amerikaner die Stadt
besuchen. „Rechnet man die Schiffe der anderen Veranstalter dazu, kommen wir auf
weit über 50.000 Besucher pro Jahr.“ Nürnberg Incoming betreut vom Standort
Nürnberg aus mehrere der großen Veranstalter auch in anderen Städten
Deutschlands mit zusammen weit über 100 Kreuzfahrten jährlich. Gerade die
"Christmas Touren" sind bei den Amerikanern ausgesprochene "Shopping Touren".
Stefan Hoffmann schätzt die durchschnittlichen Ausgaben hier auf 1.000 US$ pro
Person!
Das Gesamtvolumen an zusätzlichen Ausgaben vor Ort allein der
amerikanischen Passagiere beträgt bis zu 30 Mio. US$ jährlich! Ein Großteil
davon fließt in die Nürnberger Gastronomie und den
Einzelhandel.
Der Wirtschaftsreferent und berufsm. Stadtrat Dr. Roland Fleck freut
sich darüber: „Dank des Main-Donau-Kanals hat Nürnberg zusätzliche Möglichkeiten
im Tourismus. Diese Kreuzfahrten hatten in den letzten Jahren phantastische
Steigerungsraten, von denen man in anderen Bereichen nur Träumen konnte. Dank
des Kanals kommen jedes Jahr tausende Gäste zu
uns.“
Dazu bedarf es allerdings infrastruktureller Verbesserungen: “Sicher
muss an der Gestaltung und Präsentation der Personenanlegestelle deutlich
gearbeitet werden. Aber auch der Ausbau der Donau zwischen Straubing und
Vilshofen muss staugestützt vorangebracht werden, um den Verlust des
Touristenpotentials auf den Hotelschiffen durch Niedrigwasser zu verhindern.“,
fügt Dr. Fleck als Vorsitzender des Deutschen Wasserstraßen- und
Schiffahrtsvereins Rhein-Main-Donau hinzu. „Ich begrüße daher die beispielhafte
Entscheidung der österreichischen Regierung, die Donau zwischen Wien und der
slowakischen Grenze auf 2,50 m Abladetiefe auszubauen. In Österreich wird das
umgesetzt, was an der deutschen Donau überfällig
ist!“
Der Deutsche Wasserstraßen- und
Schiffahrtsverein (DWSV) informiert mit einer aktuellen Zusammenstellung über
das stetig wachsende Angebot der Fahrgastschifffahrt und Flusskreuzfahrten auf
Main, Main-Donau-Kanal und Donau. Die Broschüre kann bei der Geschäftsstelle des
DWSV während der Bürozeit vormittags unter Fon 0911. 8 14 95 09 oder Fax 0911.
86 46 66 bezogen werden.