Die Rhein- Main-Donau-Wasserstraße
Die Streckenabschnitte
Die Rhein-Main-Donau-Großschiffahrtsstraße reicht von der Rheinmündung in die Nordsee bis zur Donaumündung in das Schwarze Meer.
Diese 3.500 km lange europäische Großschiffahrtstraße gliedert sich in vier Wasserstraßenabschnitte:
Die von der Rhein-Main-Donau AG München auszubauende 677 km lange Konzessionsstrecke hat folgende Abschnitte:
Beim Ausbau des Mains wurde Bamberg 1962 erreicht. Der Main-Donau-Kanal wurde 1992 fertiggestellt. Von der deutschen Donau ist lediglich die 69 km lange Reststrecke Straubing - Vilshofen noch nicht ausgebaut.
Ausbaustandard
Nach Beschlüssen der europäischen Verkehrsministerkonferenz gehört die Verbindung Rhein-Main-Donau zu den fünf wichtigsten Wasserstraßenprojekten von europaweiter Bedeutung. Sie soll deshalb mindestens einem Ausbaustandard der Klasse IV entsprechen, bei dem ein Einzelfahrer mit einer Länge von 110 m, einer Breite von 11,4 m und einer Abladetiefe von 2,50 m und der daraus resultierenden Tragfähigkeit von 1.800 t verkehren kann sowie leistungsfähige Schubverbände mit zwei Leichtern und einer Tragfähigkeit von 3.300 t.
Die nachfolgende Aufstellung zeigt den erreichten und angestrebten Stand der Fahrrinnen- und Schleusennutzmaße der Main-Donau-Wasserstraße:
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Ausbaustand |
Main |
MDK |
Donau |
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Fahrrinnentiefe |
Ist Soll |
2,50 – 2,90 m 2,90 m |
3,50 – 4,00 m 3,50 – 4,00 m |
1,55 – 2,20 m 2,80 – 3,00 m |
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Fahrrinnenbreite |
Ist Soll |
36 m 40 m |
40 m 40 m |
40 – 70 m 50 – 100 m |
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Schleusenlänge |
Ist Soll |
300 m 300 m |
190 m 190 m |
230 m 230 m |
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Schleusenbreite |
Ist Soll |
12 m 12 m |
12 m 12 m |
24 m 24 m |
Unter dem ständigen Zwang zur Kostensenkung ist die Realität inzwischen über diese Abmessungen hinausgegangen und zwingt zum Einsatz möglichst großer Schiffe. Dies bedeutet für den Main-Donau-Wasserweg in der Praxis einzelfahrende Fahrzeuge bis 2.800 t Tragfähigkeit mit Abmessungen von 110 m Länge und 11,40 m Breite bei einer Tauchtiefe bis zu 2,80 m
Investitionsvolumen
Die Gesamtkosten, welche von der Rhein-Main-Donau AG für den Ausbau der Wasserstraße Aschaffenburg – Passau zu tragen sind, betragen ca. 6,0 Mrd. DM. Dieser Betrag enthält jedoch nicht die Investitionen für den Kraftwerksbau. Um die Gesamtkosten des Ausbaus der Main-Donau-Schiffahrtsstraße Aschaffenburg – Passau zu erfassen, sind hierzu noch Ausgaben hinzuzurechnen, die die Rhein-Main-Donau AG im direkten Vertragsverhältnis mit der Bundesrepublik Deutschland in den Ausbau der Strecke Regensburg – Straubing mit 1,2 Mrd. DM investierte und die für die Strecke Straubing – Vilshofen mit 1,3 Mrd. DM voraussichtlich noch anfallen. Zusammen ergibt dies 2,5 Mrd. und somit für die gesamte Schiffahrtsstraße Aschaffenburg – Passau 8,5 Mrd. DM.
Der Investitionsaufwand für den eigentlichen Main-Donau-Kanal von Bamberg bis Kelheim beträgt 4,7 Mrd. DM. Das sind bei einer Länge von 171 km 27,5 Mio. DM pro km.
Zum Vergleich hierzu ist interessant, daß ein Kilometer Autobahnstrecke je nach topographischen Verhältnissen 10 – 20 Mio. DM pro km und die Neubaustrecke der Bundesbahn Würzburg – Hannover ca. 36 Mio. DM pro km gekostet haben.