|
Pressemeldung
Nürnberg, Donnerstag, 8. März 2007 Fleck setzt klares Zeichen gegen Weltnaturerbe-Ausweisung der Donaustrecke Straubing und Vilshofen DWSV-Vorstandssitzung und Expertenanhörung
Dr. Roland Fleck, der Vorsitzende des DWSV – Deutscher Wasserstrassen- und Schiffahrtsvereins Rhein–Main–Donau e.V. kritisierte anlässlich der DWSV-Vorstandssitzung am 01.03.2007 die Pläne, die Donaulandschaft zwischen Straubing und Vilshofen mit Isarmündungsgebiet als UNESCO Weltkultur- und Weltnaturerbe auszuweisen.
Dr. Fleck stellte fest, dass die von der bayerischen Landtagsfraktion Bündnis90/Die Grünen initiierte Landtagsanhörung nur ein neues Feigenblatt zur Verhinderung des Donauausbaus nach Variante C/C2,80 darstellt: „In der Ausbaufrage scheinen nunmehr alle Mittel recht zu sein. Was dagegen die Menschen vor Ort denken oder benötigen ist den Naturschützern offenbar unwichtig geworden“, resümiert der DWSV-Vorsitzende.
Bayerns Verkehrsminister Erwin Huber betonte zum Ausbau der Donau: „Fest steht: Wir brauchen einen zügigen und wirtschaftlichen Donauausbau. Daran führt kein Weg vorbei. Nur so kann der international so wichtige Transportweg Donau für die Zukunft wettbewerbsfähig gemacht werden. Deshalb brauchen wir jetzt dringend eine politische Entscheidung vom Bund. Ein weiteres Hinausschieben ist nicht vertretbar. Die Regierung von Niederbayern hat eindeutig festgestellt, dass nur ein Ausbau der Donau nach der Variante C/C2,80 mit einer Staustufe bei Aicha raumverträglich ist. Auch die überwältigende Mehrheit der Gebietskörperschaften entlang der Donau favorisiert diese Variante. Ich dränge beim Bund darauf, sich diesem klaren Votum anzuschließen.“
Der DWSV war tags zuvor als Experte zur gemeinsamen Anhörung der Ausschüsse für Hochschule, Forschung und Kultur sowie für Umwelt und Verbraucherschutz im Bayerischen Landtag eingeladen.
Legten sich UNESCO-Kriterien und Auflagen wie eine "Käseglocke" über die niederbayerische Region, entstünde eine Museumslandschaft. Die zukünftige Wirtschaftsentwicklung entlang der Donau würde lahmgelegt und potentielle Investoren abgeschreckt: „Auch der niederbayerische Arbeitsplatz ist endemisch und daher schützenswert“, stellte sich Dr. Fleck gegen die Welterbe-Pläne.
Vor einer weiteren Untersuchung der Frage nach Ausweisungschancen im Nachgang zur Landtagsanhörung warnt Dr. Fleck eindringlich: „Wer eine Machbarkeitsstudie für die Ausweisung als Weltnaturerbe fordert - wie das Bundesamt für Naturschutz - macht deutlich, dass er offenbar eigene Zweifel hat und Zeit gewinnen will. Anwohner, Schifffahrt, Europäische Union und Klimaschutz haben in dieser Frage aber weder Zweifel noch Zeit: Der Donauausbau nach der Variante C/C2,80 schafft Hochwasserschutz, unterstützt die neuen EU-Beitrittsländer, trägt zur umweltfreundlichen Abwicklung des steigenden Güterverkehrs bei, sichert die wirtschaftliche Entwicklung in der Region und leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz“, so der Vorsitzende Dr. Fleck.
Solange sich Bündnis90 / Die Grünen gegen den Ausbau der Donau zwischen Straubing und Vilshofen nach der Variante C/C2,80 stellen und damit dem umweltfreundlichen Transportträger Binnenschiff schaden, ist diese Partei in ihrer sonstigen Argumentation in Sachen Klimaschutz und CO2–Reduktion im höchsten Maße unglaubwürdig! |