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Pressestatement Nürnberg, Donnerstag 17. Juli 2008 Donauausbau – DWSV-Mitgliederversammlung in Deggendorf fordert Umdenken in Sachen Binnenschifffahrtspolitik
Dr. Roland Fleck, Vorsitzender des DWSV – Deutscher Wasserstraßen- und Schiffahrtsverein Rhein-Main-Donau e.V. mahnt bei der Mitgliederversammlung am 17.07.2008 einen zukunftsorientierten Ausbau des strategischen Engpasses auf der Donau zwischen Straubing und Vilshofen an. Nach 1993 führt der DWSV in diesem Jahr gerne wieder seine Fachtagung und Mitgliederversammlung hier im geographischen Brennpunkt der kontroversen Diskussion durch. Dabei steht die Bedeutung des Donauausbaus für die Wirtschaft nicht nur in der Region Niederbayern, sondern auch überregional und auf europäischer Ebene im Vordergrund.

Das Raumordnungsverfahren Straubing – Vilshofen hat ein klares Ergebnis: Nur die Variante C/C2,80 mit Maßgaben wird landesplanerisch positiv beurteilt. Für den DWSV ist die Variante C/C2,80 ein ökonomisch-ökologischer Kompromiss, der geeignet ist, deutliche Verbesserungen für die Schifffahrt zu erzielen und gleichzeitig die ökologischen Anforderungen zu erfüllen. Eines muss allerdings auch klar gesagt werden: Mit dieser Kompromissvariante C/C2,80 ist die Schmerzgrenze erreicht. Ein weiteres Zurückweichen vor immer neuen Forderungen von Seiten erklärter Ausbaugegner kann nicht hingenommen werden. Es würde auch dann keinen Konsens geben – das hat die Entwicklung in der Vergangenheit überdeutlich gezeigt. Ich darf hier als jüngstes Beispiel das Zusammentreffen von Ausbaubefürwortern und Ausbaugegnern mit EU-Verkehrskoordinatorin Karla Peijs im Februar in Straubing nennen.
Die Bürgerinnen und Bürger in der Region, aber auch unsere südosteuropäischen Nachbarn erwarten von der Politik abwägende und zukunftsorientierte Entscheidungen. Mit dem Ergebnis des Raumordnungsverfahrens liegt die Basis für solche Entscheidungen vor. Es wäre politisch, wirtschaftlich und ökologisch unverantwortlich, sich diesen Fakten zu verschließen und längst überfällige Entscheidungen weiter zu verzögern. |
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