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Pressemeldung Freitag, 07. Oktober 2011
Wechsel an der Spitze des DWSV –
Dr. Michael Fraas, Berufsmäßiger Stadtrat und Wirtschaftsreferent der Stadt Nürnberg ist neuer Vorsitzender des Deutschen Wasserstraßen- und Schiffahrtsvereins Rhein-Main-Donau e.V.
Der Wechsel im Vorsitz wurde anlässlich der Mitgliederversammlung des DWSV in der Vertretung des Freistaats Bayern beim Bund in Berlin am 29.09.2011 vollzogen. Dr. Fraas übernimmt das Amt von Dr. Roland Fleck, der im August von der Nürnberger Stadtspitze in die Geschäftsführung der NürnbergMesse GmbH wechselte. Dr. Fleck übernahm das Ehrenamt im Juli 2001 von seinem Amtsvorgänger, Nürnbergs früherem Wirtschaftsreferenten Dr. Wilhelm Doni, und legte den Vorsitz nach 10 Jahren aus beruflichen Gründen zur Mitgliederversammlung 2011 nieder.
Dr. Fleck zeigte sich zufrieden mit der Wahl des neuen Vorsitzenden. Sie führt die lange Tradition des Engagements der Stadt Nürnberg im DWSV fort – der Vorsitz wurde seit 1958 bis 1992 durch den Nürnberger Oberbürgermeister und in der Folge durch die Nürnberger Wirtschaftsreferenten übernommen – und sie dokumentiert das Interesse Nürnbergs und der Metropolregion für Wasserstraße und Schifffahrt als wichtigen Baustein der Verkehrsinfrastruktur. Dr. Fleck rückblickend: „Der DWSV war in den zurückliegenden 10 Jahren stets ein unbequemer Mahner für die Politik im Hinblick auf die Wasserstraßen-Infrastruktur. Dabei wurde immer wieder grenzüberschreitendes Denken in Gesamtzusammenhängen eingefordert. Denn Wasserstraßen-Infrastruktur, insbesondere der Engpass auf der Donau zwischen Straubing und Vilshofen, ist keine regionale sondern eine europäische Frage. Darüber hinaus hat sich der DWSV zu einem Vernetzer von Logistik- und Wirtschaftsthemen entwickelt. Hierzu zählt auch die Einbeziehung der Wachstumsbranche Flusskreuzfahrt im wichtigen Tourismussektor.“
Der neue Vorsitzende Dr. Michael Fraas stellt die Weichen für seinen ehrenamtlichen Vorsitz: „Der DWSV wird auf der Landes-, Bundes- und Europaebene politisch aktiv sein, um sachgerechte Bedingungen für die Schifffahrts-Infrastruktur zu erreichen. Nur mit einer leistungsstarken Binnenschifffahrt kann das zunehmende Güterverkehrsvolumen effizient bewältigt werden. Die Binnenschifffahrt ist ein nachhaltiger Verkehrsträger.“
Zum Donau-Ausbau zwischen Straubing und Vilshofen: „ Da das gesellschaftliche Umfeld bei großen Infrastrukturmaßnahmen schwieriger wird, sorgen wir beim Donau-Ausbau für sachliche Aufklärung. Information und Dialog sind die Voraussetzungen für Akzeptanz.“
Im Rahmen der Mitgliederversammlung gab der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Dr. Andreas Scheuer, MdB, als Koordinator der Bundesregierung für Güterverkehr und Logistik ein klares Bekenntnis zum Infrastruktur-Standort Deutschland ab. Die anschließenden Statements von Referenten aus Organisationen der Wirtschaft, Binnenschifffahrt, Logistik und Tourismus aus dem In- und Ausland zum Status der Schifffahrt, ihrem Potential und ihren Anforderungen an die Verkehrs-Infrastruktur wurden mit den Sprechern der Parlamentarischen Gruppe Binnenschifffahrt des Deutschen Bundestages eingehend diskutiert. |