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Der DWSV informiert :
Wasserstraße wichtiger Bestandteil der Verkehrs-Infrastruktur

Der Winter hat alles fest im Griff. Die lang anhaltende, extreme Frostperiode beeinträchtigt alle Verkehrsträger. Ob Blitz-Eis auf Autobahnen, ausgeflockter Diesel in Lkw-Tanks, vereiste Oberleitungen oder geborstene Schienenstränge der Bahn - kein Transportmittel bleibt verschont. Besonders hart trifft es die Binnenschifffahrt, die wegen der starken Eisbildung eingestellt ist. Und dies nicht nur auf dem Main-Donau-Kanal, sondern auch auf Main und Donau. Extreme Wetterlagen machen auch vor frei fließenden Flüssen nicht halt.

Unbestritten: Ein natürlicher Transportweg wie ein Fluss ist im Vergleich zu versiegelten Flächen wie Straßen und Schienensträngen anfälliger für die Unbilden der Natur.
Aber daraus zu folgern, dass man deshalb auf Binnenschifffahrt und Wasserstraße verzichten könnte, wäre falsch. Denn mit einem Binnenschiff werden je nach Größe mehr als 100 Lkw-Ladungen – lärmschonend und umweltfreundlich - transportiert. Würden diese Transporte künftig auch noch auf die Straße kommen, wäre der Verkehrskollaps unvermeidbar. Auch die Bahn stößt an ihre Kapazitätsgrenzen.

Wenn also – wie immer wieder zu beobachten ist – extreme winterliche Wetterlagen insbesondere von Naturschutz-Seite zum Anlass genommen werden, bekannte Vorurteile und Zweifel wieder hervorzuholen, dann lohnt sich ein Blick über den Tellerrand auf die vielen  ökonomischen und auch ökologischen Vorteile von Wasserstraße und Binnenschifffahrt.

Der Deutsche Wasserstraßen- und Schifffahrtsverein Rhein-Main-Donau e.V. (DWSV) setzt sich für eine sachliche Diskussion über den Donau-Ausbau ein. Acht Milliarden Euro wurden in Bayern bereits in die europaweit bedeutsame Wasserstraße zwischen Nordsee und Schwarzem Meer investiert - reine Baukosten, ohne Finanzierungskosten. Ein gefährliches Nadelöhr in Niederbayern verhindert jedoch eine effiziente Schifffahrt. Wenn nach drei Jahren Untersuchungen im Herbst dieses Jahres die EU-Studie "Variantenunabhängige Untersuchungen zum Ausbau der Donau zwischen Straubing und Vilshofen" zu Ende geht, liegt es an der Politik, über den Umfang des Ausbaus zu entscheiden.