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Der DWSV gratuliert dem GVZ bayernhafen Nürnberg
zum hervorragenden dritten Platz
beim europäischen GVZ Ranking
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Nach einer Studie der Deutschen GVZ-Gesellschaft (DGG) belegt das GVZ bayernhafen Nürnberg nach Interporto Verona und dem Standort Bremen Platz drei unter 70 untersuchten GVZ-Standorten in Europa. Untersuchungskriterien waren u.a. die Intermodalität und GVZ-typische Management- und Dienstleistungsstrukturen. Die Positionierung der deutschen GVZ basiert in erster Linie auf den sehr hohen Beschäftigungswirkungen und umfangreichen Flächenoptionen. Value Added Services erwirtschaften neben den klassischen Logistikdienstleistungen Transport, Umschlag und Lagerung hohe Wertschöpfungsanteile. Mit einer jährlichen Umschlagleistung von über 14 Millionen Tonnen ist das GVZ bayernhafen Nürnberg das größte und bedeutendste multifunktionale Güterverkehrs- und Logistikzentrum in Süddeutschland. Auf einer Fläche von 337 ha haben sich hier 260 Unternehmen angesiedelt, die 5.300 Menschen einen Arbeitsplatz bieten. Das trimodale GVZ ist direkt an die Verkehrsträger Straße, Schiene und Wasserstraße angebunden und verknüpft diese Infrastrukturen in idealer Weise für multimodale Transportketten. Der Standort liegt im Schnittpunkt der Transeuropäischen-Netze (TEN) und gilt als Gateway für Süd-Ost-Europa. Weitere Informationen zum GVZ bayernhafen Nürnberg unter www.gvz-hafen.com. Informationen zur Studie finden Sie unter www.gvz-org.de
 

Wichtig für den bayernhafen Nürnberg ist in diesem Zusammenhang die direkte Wasserstraßenanbindung über den Main-Donau-Kanal. Insofern wurde mit dem Bau des Main-Donau-Kanals und des Hafens Nürnberg ein Grundstein für die Entwicklung des GVZ bayernhafen Nürnberg gelegt. Für die stetige Weiterentwicklung, insbesondere der wasserseitigen Umschlagsleistung, ist die Beseitigung des Engpasses auf der deutschen Donau zwischen Straubing- und Vilshofen von großer Bedeutung. Informationen zum Donauausbau Straubing-Vilshofen finden Sie hier.

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Chancen durch Infrastruktur-Ausbau nutzen

In einem Interview mit der Zeitschrift BINNENSCHIFFFAHRT äußert sich Dr. Roland Fleck als Vorsitzender des Deutschen Wasserstraßen- und Schiffahrtsvereins Rhein-Main-Donau e.V. (DWSV) zu möglichen Chancen in der veränderten politischen Konstellation für die Binnenschiffahrt und insbesondere für einen sachgerechten Donauausbau Straubing-Vilshofen:

 

Der DWSV erhofft sich für die Binnenschifffahrt eine noch stärkere Wahrnehmung der Leistungsfähigkeit dieses Verkehrsträgers und damit einher gehend die entsprechende Berücksichtigung bei Substanz erhaltenden Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserstraßen-Infrastruktur. Denn nur bei annähernd gleichen Bedingungen im Vergleich zu den anderen Verkehrsträgern kann die Binnenschifffahrt zunehmend in moderne Logistikketten eingebunden werden und damit einen wichtigen Beitrag zur umweltfreundlichen und wirtschaftlichen Bewältigung des steigenden Güterverkehrs leisten. Hier sehe ich bei der jetzt gegebenen Konstellation gute Chancen für eine vernünftige ökonomisch-ökologische Abwägung.

 

Der DWSV vertritt den Ausbau der Donau nach Variante C/C2,80 als ökonomisch sinnvollen und ökologisch vertretbaren Kompromiss. Immerhin ist es gelungen, trotz anderslautender bundespolitischer Positionierung der FDP in Bayern keine Vorfestlegung festzuschreiben, bevor nicht die Ergebnisse der EU-Studie auf dem Tisch liegen. Zur Klarstellung: Bei dieser Studie handelt es sich nicht um neue Untersuchungen, sondern vielmehr um die im Hinblick auf das Planfeststellungsverfahren notwendige Fortschreibung ökologischer Bestandsaufnahmen. Der DWSV hofft und wird dies auch von der künftigen Bundesregierung einfordern, dass die bisherige Verzögerungstaktik auf bundespolitischer Ebene jetzt ein Ende hat und dass mit den Arbeiten für die EU-Studie nunmehr unverzüglich begonnen wird. Dies um so mehr als die EU durch die bereits vorliegende Förderzusage ihr Interesse an einem sachgerechten und sinnvollen Donauausbau bekundet hat. Hier erhofft sich der DWSV eine unvoreingenommene und rationale Herangehensweise an die erforderlichen nächsten Schritte in Sachen Donauausbau als notwendiges Signal an die Bevölkerung im Sinne von Tatkraft und Glaubwürdigkeit als auch an die Wirtschaft, die in der aktuell schwierigen Phase dringend positiver Impulse bedarf.

 

Ich darf noch anfügen, dass es sich beim Donauausbau keinesfalls um ein lokales oder bayerisches Problem handelt, das es zu lösen gilt. Alle Anlieger an der Main-Donau-Wasserstraße und auch die südosteuropäischen Nachbarstaaten spüren die Auswirkungen des strategischen Engpasses auf der Donau zwischen Straubing- und Vilshofen, ob beim Güterverkehr oder beim Kreuzfahrttourismus.

 

Meine berechtigten Hoffnungen richten sich nun darauf, dass ein aufgeschlossen und wirtschaftlich denkender Koalitionspartner sowohl in Bayern als auch im Bund diese guten Gründe für einen sachgerechten Donauausbau aufgreift und mutig und zügig zu einer zukunftsweisenden Lösung beiträgt. Dass dies im Hinblick auf die Widerstände insbesondere durch den BUND und im Hinblick auf die komplizierten rechtlichen Verfahren Zeit in Anspruch nehmen wird, ist wohl allen Beteiligten klar. Aber dennoch bieten sich nach Meinung des DWSV jetzt bessere Chancen hierfür als dies in den vergangenen Jahren der Fall war. Diese gilt es zu nutzen!

 

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